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Volksstimme Magdeburg 9.9.2004

Musikalische Weltreise quer durch die Turnhalle

 

Musikprojekt in Elbingeröder Grundschule

 

Mehr Spannung und Aufmerksamkeit kann man bei Kindern wohl kaum erwarten. Bei einer "Musikalischen Weltreise" gerät eben alles andere zur Nebensache. Foto: Frank Drechsler/Agentur

Elbingerode - Auf eine "Musikalische Weltreise" wurden in dieser Woche Schülerinnen und Schüler der Elbingeröder Grundschule "Paul Ernst" mitgenommen. In der Turnhalle an der Werner-Seelenbinder-Straße entführte ein international besetztes Musiker-Trio die Kinder in einem imaginären Badewannenluftschiff auf eine lange Reise.

Und das Badewannenluftschiff hob recht schnell ab. Denn die Musiker Toni Geiling aus Halle, Robbi Overson aus Irland und der Schwede Klas Yngborn mit ihrem Tonmixer als "Flugkapitän" an der Spitze haben langjährige Erfahrung. Und so flogen sie über ferne Länder wie Finnland, Nepal am Dach der Welt, Schweden, Nordamerika, Irland und sogar Australien. Die Liste der bereisten Länder ist lang und variabel. Denn die Stationen können ganz schnell geändert werden, so wie es die Kinder wollen. Weil diese heute in deutschen Schulen eben nicht mehr nur aus Deutschland kommen. Allein vor dem Migrationshintergrund treffen bereits in den ersten Klassen verschiedene Kulturen aufeinander. Das soll den Kleinen als Bereicherung erfahrbar gemacht werden.

Mit dem Projekt, das an 30 Grund- und Sonderschulen Sachsen-Anhalts aufgeführt wird, wird bewusst auf die kulturelle Vielfalt, die die Weltreisenden während ihres Tripps treffen, hingewiesen. Spielerisch gekonnt setzten die Musiker, die den Kindern auf einer gemalten Weltkarte die gegenwärtigen Aufenthalte ihrer Reise zeigten, vor allem auf die Neugier der Grundschüler. "Im Spiel mit den Instrumenten kann man den Kindern diese nicht nur erklären, sondern bei vielen auch bleibende musikalische Eindrücke hinterlassen. Man muss den Kindern einfach ein bisschen mehr Zeit geben, um alles auszuprobieren. Das macht allen Spaß und darf bei uns auch ruhig mal etwas chaotischer zugehen", erklärte Geiling.

Dass so ganz nebenbei auch die englische und schwedische Sprache vorgestellt wurde, gab dem etwas anderen Musik-Projekt den besonderen Touch.

Dass die Erlebnisse auf einer eigenen "Weltreise" auch völlig anders aussehen können, ist von den Musikern bereits berücksichtigt worden. So kann jeder Grundschüler seine ganz persönliche Version einer solchen Reise aufschreiben und je nach Bedarf auch reichlich mit Bildern illustrieren. Die schönsten davon werden im Internet unter www.musikalische-reise.de veröffentlicht. Für die Kinder lohnt sich das gleich doppelt. Denn unter allen Einsendern werden zehn CDs "Abendlieder" der Projekt-Gruppe verlost. Mitmachen lohnt sich.
 

 

 

Mitteldeutsche Zeitung Bitterfeld 2.7.2004

Notlandung im Himalaja

 

Mädchen und Jungen der «Schule an der Kastanie» auf musikalischer Weltreise

 


Bitterfeld/MZ.  Auf eine Weltreise, ohne nur einen Fuß vor die Tür zu setzen, begaben sich am Freitag die Mädchen und Jungen der "Schule an der Kastanie" in Bitterfeld. Diese machte Toni Geiling und seine Begleiter möglich.

Die Tour in einem gedachten Badewannenluftschiff führte unter anderem nach Finnland und Amerika. Zu einer Notlandung war das imaginäre Flugobjekt im Himalaja gezwungen. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt und weiter ging die Fahrt... Das Projekt von Toni Geiling, das der hallesche Musiker zusammen mit Robbie Overson aus Irland und Klas Yngborn aus Deutschland an Grundschulen vorstellt, sei aus der Idee heraus geboren worden, Kinder schon möglichst früh mit den verschiedenen Kulturen vertraut zu machen. Im Gepäck haben die drei Musiker dafür jede Menge Instrumente, vor allem viele den Kindern unbekannte - wie Maultrommel oder ein Didgeridoo, mit dem in Australien Musik gemacht wird. Sie hören aber nicht nur ihre Klänge und kleine Geschichten über die Instrumente, sondern werden aktiv in das Programm einbezogen. Beispielsweise bei einem finnischen Geigenstück, bei dem die Schüler den Rhythmus mit stampfen dürfen.

Dass die Kinder der "Schule an der Kastanie" daran sehr viel Freude hatten, versteht sich wohl von selbst. Viel Spaß hatten aber auch die Musiker am Konzert, wie Toni Geiling der MZ sagte. Der in Halle wohnende junge Mann begann mit neun Jahren, Violine zu spielen. Mittlerweile beherrscht er noch eine Menge anderer Instrumente. Geiling wohnte bereits drei Jahre in Irland, spielte Musik in Australien und wanderte zu Fuß durch den Himalaja. Seine Begleiter sind Robbie Overson, der in Irland lebt, und Klas Ynborn. Diesen ungewohnten Namen hat er von seinen schwedischen Vorfahren geerbt. Heute lebt er in Berlin. Auf der Tour unter dem Titel "Voyage - eine musikalische Weltreise" kämpft er mit dem Klavier und spielt allerlei rhythmische Instrumente.

 


Wie eine Geige funktioniert, erklärte Toni Geiling am Freitag den Kindern der «Schule an der Kastanie». (MZ-Foto: Stephan Reinke)

 

Mitteldeutsche Zeitung Wittenberg, Juni 2004
 

 

Kinder unternehmen eine musikalische Weltreise -  in Pratau

   
 

Wo gibt es denn so was: Eine Weltreise, ohne dass man einen Schritt außer Landes setzen muss? In Pratau, genau. Dort traten gestern Mitglieder vom New Acoustic Collective auf - im Bild Toni Geiling, vorn, mit Robbie Overson und Klas Yngborn. In den Räumen des Freizeit- und Seniorenclubs machten sie die lieben Kleinen mit den musikalischen und kulturellen Eigenarten ferner Länder vertraut.

 

  Mitteldeutsche Zeitung Halle/Saalkreis 25.06.2004
 
 

Projekt
Musikalische Reise um die ganze Welt

  Schüler der «Schule an der Kastanie» lernen den Rhythmus der Völker kennen
 

 

 



Auf eine musikalische Reise durch die Welt will Toni Geiling am 2. Juli die Mädchen und Jungen der "Schule an der Kastanie" mitnehmen. (Foto: www.tonigeiling.de)

Bitterfeld/MZ.  Auf eine musikalische Reise durch die Welt will Toni Geiling am 2. Juli die Mädchen und Jungen der "Schule an der Kastanie" mitnehmen.

Die Tour soll nach Australien führen, nach Finnland, nach Irland, auf den Balkan, ins ferne Nepal und noch viel weiter.

Dieses Projekt, das der hallesche Musiker zusammen mit Robbie Overson aus Irland und Klaas Yngborn aus Deutschland an Grundschulen vorstellt, ist aus der Idee geboren, Kinder schon möglichst früh mit den verschiedenen Kulturen vertraut zu machen. "Sie erleben die ganze Vielfalt. Wir versuchen ihnen zu zeigen, wie etwas, was viele Gesichter hat, zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen kann", sagt er.

Im Gepäck haben die drei Musiker viele Instrumente, vor allem solche, die recht geheimnisvoll sind. Wie klingt eine Maultrommel? Oder ein Didgeridoo? Und was ist das überhaupt? In Australien wird mit diesem wundersamen Holzstamm Musik gemacht.

Die Kinder werden selbstredend einbezogen. Da gibt es zum Beispiel den Känguru-Tanz oder ein finnisches Geigenstück, bei dem die Schüler den Rhythmus stampfen müssen. "So finden sie einen persönlichen Zugang zur Musik", meint Geiling. "Wir bringen einen Hauch der Welt in die Schulen."

1997 ist ein solches Projekt in Australien von lose miteinander in Verbindung stehenden Künstlern ins Leben gerufen worden, erklärt Geiling, der mit Leib und Seele Musiker ist. "Sie spielten traditionelle Stücke, keine Klassik, keinen Folk, keinen Jazz." Das Projekt "Voyage - eine musikalische Weltreise" von Geiling und seinen Mitstreitern wird vom Land Sachsen-Anhalt unterstützt. Es beginnt am 29. Juni in einer Grundschule in Halle.

  Mitteldeutsche Zeitung Halle/Saalkreis 19.04.2004

Grundschule Ostrau

 

Lieder animieren zu Zeitreise

 

Musiker und Pädagogik-Student Toni Geiling lädt Kinder in Schreibwerkstatt ein

 



In der Schreibwerkstatt der Grundschule Ostrau wurde hochkonzentriert gearbeitet. Der Musiker und Pädagogik-Student Toni Geiling gab den Zweitklässlern mit selbst komponierten Liedern Denkanstöße für Fantasie-Geschichten. (MZ-Foto: Bettina Wiederhold)
 

Ostrau/MZ.  Was passiert, wenn ein preisgekrönter Musiker mit jahrelanger Bühnenerfahrung als Lehramts-Anwärter vor eine Klasse tritt? Natürlich, er musiziert. Doch bei Gitarrenklängen allein ließ es der künftige Deutsch-, Mathe- und Musikpädagoge Toni Geiling in der Grundschule Ostrau nicht bewenden.

Zum Abschluss seines vierwöchigen Praktikums lud der 28-jährige Student am Montag die Zweitklässler in eine Schreibwerkstatt ein. Dafür hatte der Hallenser extra Lieder komponiert, die die Mädchen und Jungen zu einer Fantasie-Reise animieren sollten. "Denk dir 'ne Zeitmaschine, fahr in die Zukunft, die Vergangenheit . . ." hieß es zum Beispiel in "Gedanken wollen fliegen". Das ließen sich die Schüler nicht zweimal sagen, griffen zu ihren Schreibheften, erfanden Geschichten und malten dazu Bilder. Am Ende wurden die Erzählungen vorgelesen.

Über das Ergebnis staunte nicht nur Toni Geiling, sondern auch Klassenleiterin Doris Tirok. Fächerübergreifender Unterricht und Werkstatt-Tage seien zwar an der Schule die Regel, so die Pädagogin. Doch diese Methode war ihr neu. Nun soll sie in Ostrau öfter angewandt werden. Begeistert zeigten sich beide von der Qualität der Arbeiten. Zwei Seiten hatte unter anderem Isabell gefüllt und dabei recht komplizierte Sätze formuliert.

"Dass die Zweitklässler dazu in der Lage sind, ermöglicht unser Konzept 'Lesen durch Schreiben' nach dem Schweizer Pädagogen Jürgen Reichen", erklärte Doris Tirok. Dabei werde vom ersten Schultag an mit dem gesamten Alphabet gearbeitet und die Kinder zum Schreiben nach Lautsprache angeregt. Auf die Rechtschreibfehler komme es dabei zunächst nicht an. Auch Toni Geiling ist inzwischen von dieser Methode überzeugt. Er betonte aber vor allem, wie wichtig es für ihn war, vor der Klasse etwas Eigenes auszuprobieren.

Bevor sich der 28-Jährige jetzt auf das im Herbst anstehende Staatsexamen konzentriert, kommt er am Freitag noch einmal nach Ostrau zurück. Dann dürfen sich die Grundschüler auf ein Konzert mit ihm freuen.

Copyright 2004 by Toni Geiling   Aktueller Stand vom 22.06.2009